Goitzsche-Wildnis

Wildnis

Projekt

Das Wildnis-Projekt der BUNDstiftung

Textfeld: © Falko Heidecke
Textfeld: © Falko Heidecke

Thema

Das Thema des am Hellriegel-Institut e.V. der Hochschule Anhalt bearbeiteten Projektes lautete:

 

"Bergbaufolgelandschaften - Chancen zur Integration von Wildnisgebieten in die Kulturlandschaft am Beispiel der Goitzsche"

 

Zielsetzung ist die Erhaltung und Sicherung großflächiger Prozessschutz*gebiete in der Bergbaufolgelandschaft "Goitzsche" und deren Integration in die umgebende Kulturlandschaft.

 

*Prozessschutz = Schutz ungestörten Ablaufens natürlicher Prozesse vor menschlichen Eingriffen

Ablauf

Die BUND Landesverbände Sachsen-Anhalt e.V. und Sachsen e.V. kauften mittels Spendengeldern und Fördermitteln vom Land Sachsen-Anhalt zwischen 2001 und 2004 insgesamt ca. 1.300 ha Fläche im Kern des ehemaligen Tagebaus. Die Zielsetzung auf den weitgehend als "naturschutzfachlich wertvoll" eingestuften Flächen war einfach gesagt "Wildnis". Das bedeutet, dass sich die Natur frei entwickeln soll, Eingriffe des Menschen sollen unterbleiben.

Da der bloße Erwerb zur Sicherung und Entwicklung des Gebietes nicht ausreicht, wurde der Flächenkauf wissenschaftlich begleitet. Dabei standen vor allem die Konfliktlösung mit konkurrierenden Nutzungen sowie die Wechselwirkungen zwischen Bergbaufolgelandschaft und umgebender Kulturlandschaft im Vordergrund. Bearbeitet wurden folgende Schwerpunkte:

Problematik

Analyse und Prognose von Entwicklungspotentialen und -risiken der Wildnisgebiete

 

Konfliktbewältigung mit verschiedenen konkurrierenden Nutzungen

 

Besucherlenkung und -information / Öffentlichkeitsarbeit

 

Analyse von Wechselwirkungen der Prozessschutzgebiete mit der umgebenden Kulturlandschaft,
Erarbeitung von Konfliktpotentialen und Lösungsansätzen

 

Das Projekt wurde gefördert durch die
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).