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BFL Goitzsche |
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Natur |
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Die Naturausstattung |










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Überblick |
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Die standörtlichen Gegebenheiten und ökologischen Bedingungen in der Bergbaufolgelandschaft sind grundverschieden von denen des gewachsenen, unverritzten Umlandes. Die Bergbaufolgelandschaft (BFL) stellt einen eigenständigen „Kultur“landschaftstyp dar, der gekennzeichnet ist durch:
◊ Großflächigkeit
◊ Unzerschnittenheit
◊ Störungsarmut
◊ Heterogenität aber gleichzeitig Standortvielfalt
◊ Nährstoffarmut
◊ Entwicklungsdynamik
◊ ungestörte (natürliche) Entwicklung/Sukzession
◊ Lebensraum-/Habitatfunktion
◊ Biotopverbundfunktion
◊ Seltenheit/Einmaligkeit von Biotoptypen
In BFL findet man daher zahlreiche Biotope, die in unserer Kulturlandschaft selten geworden sind. Ebenso siedeln sich seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten an, die an solche Strukturen angepasst sind. Für viele Tierarten bieten BFL neue und vor allem ungestörte Lebensräume.
Die folgende Auflistung beinhaltet alle Flächen der Goitzsche, die der BUND e.V. in den vergangenen Jahren erworben und an die BUNDstiftung übergeben hat. Zur besseren Übersicht können Sie sich eine Karte einblenden. |
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„Bärenhofinsel“ |
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Lage: lang gestreckte Insel im Großen Goitzsche See mit kleinen Nebeninseln
Flächengröße: 67 ha
Biotopausstattung:
◊ Stieleichen-Hainbuchenwälder als Reste der vorbergbaulichen Landschaft
◊ sandige Abbruchkanten sowie Kies- und Sandbänke
◊ trockene bis frische Gras- und Krautfluren
◊ Flachwasserzonen mit Röhrichten
Faunistische Bedeutung:
◊ Brutplatz von Flußregenpfeifer, Flussseeschwalbe, Uferschwalbe, Eisvogel und vielen weiteren Vogelarten der Gewässer und des Offenlandes
◊ Lebensraum für eine Vielzahl von Insektenarten, insbesondere Heuschrecken, Hautflügler, Käfer und Tagfalter
Besonderheiten:
◊ seit 2003 Brutplatz des Seeadlers |
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„Tonhalde und Feuchtwald“ |
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Lage: am südlichen Ufer des Großen Goitzsche Sees
Flächengröße: 285 ha
Biotopausstattung:
◊ Birkenvorwälder die durch natürliche Sukzession entstanden sind
◊ sonnenexponierte Hänge mit Trockenrasen
◊ Feuchtflächen und Röhrichte sowie Niedermoorinitiale
Faunistische Bedeutung:
◊ Lebensraum für gefährdete Heuschrecken- und Laufkäferarten
◊ Bruthabitate für Drosselrohrsänger, Wasserralle, Tüpfelralle und Rohrweihe
◊ Laichhabitat zahlreicher Amphibienarten, u.a. Moorfrosch
◊ Biberrevier
Besonderheiten:
◊ Vorkommen vom Ästigen Mondrautenfarn und Gemeiner Natternzunge
◊ seit 2005 Brutplatz des Kranichs |
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„Tagesanlagen“ |
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Lage: am südlichen Ufer des Großen Goitzsche Sees, Halbinsel im Zentrum des Tagebaus Goitzsche südwestlich der Bärenhofinsel
Flächengröße: 134 ha
Biotopausstattung:
◊ Stieleichen-Hainbuchenwälder als Reste der vorbergbaulichen Landschaft, sowie Birkenvorwälder
◊ Offenbodenflächen und Abbruchkanten
◊ ausgedehnte trockene bis frische Grasfluren mit Gebüschen
◊ Feuchtflächen, Röhrichte und Kleingewässer
Faunistische Bedeutung:
◊ Lebensraum für gefährdete Heuschrecken- und Laufkäferarten
◊ aufgrund des hohen Strukturreichtums besonders vielfältige Vogelwelt
◊ Lebensraum der Blindschleiche
Besonderheiten:
◊ Vorkommen von Bärlauch, Aronstab und Türkenbundlilie |
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„Baufeld IIa“ |
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Lage: zwischen Tagesanlagen und Lober-Leine-Kanal im südöstlichen Bereich der Goitzsche
Flächengröße: 148 ha
Biotopausstattung:
◊ großflächige Rohbodenbereiche, sowie lückige Silbergrasfluren
◊ trockene bis frische Gras- und Staudenfluren
◊ ausgedehnte Flachwasserbereiche mit Röhrichten
◊ sandige Steilhänge mit Erosionsrinnen
Faunistische Bedeutung:
◊ Brutplätze besonders gefährdeter Vogelarten des Offenlandes, wie Steinschmätzer, Brachpieper, Raubwürger und Flußregenpfeifer
◊ Lebensraum zahlreicher Heuschrecken-, Libellen- und Amphibienarten, v.a. Laubfrosch, Kreuz-, Wechsel- und Knoblauchkröte
Besonderheiten:
◊ geringes Alter der Fläche, dadurch hier noch frühe großräumige, vegetationsarme Entwicklungsstadien |
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„Zöckeritzer See / Rehtränke“ |
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Lage: im Zentrum der Goitzsche, nordwestlich des Paupitzscher Sees
Flächengröße: 70 ha
Biotopausstattung:
◊ strukturreiche Ufer
◊ Feuchtflächen, Birkenpionierwälder
Faunistische Bedeutung:
◊ Lebensraum gefährdeter Libellen- und Amphibienarten
◊ Bruthabitate für Zwergtaucher, Rothalstaucher, Wendehals, Heidelerche und Sperbergrasmücke
Besonderheiten:
◊ Vorkommen gefährdeter Unterwasserpflanzen, wie Knöterich-Laichkraut, Stachelspitziges Laichkraut, Gewöhnliches Laichkraut und Kleiner Wasserschlauch |
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„Paupitzscher See“ |
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Lage: im Zentrum der Goitzsche
Flächengröße: 140 ha
Biotopausstattung:
◊ großer nährstoffarmer Restsee mit steilen Uferkanten
◊ Erosionsrinnen, Rohbodenflächen
◊ Birkenpionierwälder
◊ Trockenrasenstandorte
Faunistische Bedeutung:
◊ Brutplatz verschiedener Wasservogelarten, darunter Zwergtaucher
◊ Lebensraum für gefährdete Libellenarten
Besonderheiten:
◊ zur Zeit sehr niedriger pH-Wert des Wassers, dadurch Charakter eines oligotrophen Klarwassersees |
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„Sandtrockenrasen bei Petersroda“ |
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Lage: im äußersten Südwesten der Goitzsche, nahe der Ortslage Petersroda
Flächengröße: 91 ha
Biotopausstattung:
◊ großflächiger, ca. 30 Jahre alter Sandtrockenrasen in einem sehr stabilen Sukzessionsstadium durchsetzt mit zahlreichen Gebüsch– und Gehölzgruppen
◊ trockene Gras- und Krautfluren
◊ durch Grundwasseraufgang entstanden großflächige Flachwasserbereiche mit Röhrichten
Faunistische Bedeutung:
◊ Brutplatz von Ziegenmelker, Kiebitz und Heidelerche; Schlafplatz von Kranichen und Gänsen
◊ Lebensraum für gefährdete Libellen– und Heuschreckenarten, z.B. Blauflügelige Ödlandschrecke und Blauflügel. Sandschrecke
Besonderheiten:
◊ Vorkommen geschützter Pflanzenarten, wie Sandstrohblume und Tausendgüldenkraut |
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„Ludwigsee & Halde am Ludwigsee“ |
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Lage: im südwestlichen Bereich der Goitzsche
Flächengröße: 171 ha
Biotopausstattung:
◊ großer nährstoffarmer Restsee mit zum Teil steilen Uferkanten
◊ sandige Abbruchkanten und Erosionsrinnen, Rohbodenflächen
◊ Birkenpionierwälder
Faunistische Bedeutung:
◊ Rastplatz für Saat- und Bleßgänse
◊ ungestörter Wasservogelbrutplatz
◊ Vorkommen der Gemeine Keiljungfer
Besonderheiten:
◊ hohe Dynamik durch weitgehend naturschutzverträgliche Böschungssanierung |