Goitzsche-Wildnis

BFL Goitzsche

Überblick

Die Goitzsche - Der Wandel einer Landschaft

Textfeld: © Falko Heidecke

Lage

Das ehemalige Tagebaugebiet Goitzsche befindet sich im Landkreis Anhalt-Bitterfeld im Südosten des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Das Gebiet wird durch die von Südwesten nach Nordosten verlaufende Landesgrenze geteilt. Etwa ein Drittel liegt im sächsischen Landkreis Delitzsch. Die Stadt Bitterfeld-Wolfen grenzt im Nordwesten unmittelbar an die Goitzsche.

Überblick

Der Begriff „Goitzsche“ stammt aus der Sprache der flämisch-germanischen Völker, die ab ca. 600 n.Chr. östlich der Elbe siedelten. Er bedeutet vermutlich so viel wie „Gottes Aue“. Sie bezeichneten damit einen Auwaldbereich an der Mulde, der sich vor Eingriff des Menschen im Bereich des heutigen Tagebaugebietes befand.

 

Im Laufe der Zeit hat die Goitzsche eine extreme Wandlung vom Auwald über eine vom Bergbau zerstörte „Mondlandschaft“ zur Bergbaufolgelandschaft durchmachen müssen. Fast ein ganzes Jahrhundert lang wurde in der Goitzsche Braunkohle abgebaut. Die idyllische Region am Muldelauf war geprägt durch Braunkohle und Großindustrie.

Nach der Wiedervereinigung wurde der nun unprofitabel gewordene Tagebau stillgelegt. Die Sanierung der Bergbauflächen und Entwicklung zu einer Seenlandschaft begann. Einige der Tagebauflächen waren bereits rekultiviert worden. Viele der stillgelegten Haldeflächen und

Restlöchern hatte sich die Natur bereits zurückerobert. Dadurch ist hier ein besonderes Fleckchen Natur entstanden, das für die hier lebenden Menschen noch immer „ihre“ Goitzsche ist.