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BFL Goitzsche |
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Aktuell |
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Die Bergbaufolgelandschaft Goitzsche heute |






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Überblick |
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Die Goitzsche ist heute längst keine "Mondlandschaft" mehr. Sie ist eine besondere Bergbaufolgelandschaft, in der nichts geplant ist. In einer neuen Landschaft mit vollkommen veränderten Eigenschaften sind die verschiedensten Strukturen entstanden. Aufgrund der besonderen Bedingungen in Bezug auf Wasserhaushalt und Bodengefüge siedelte sich eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt an.
Diese neue Landschaft hat nichts mehr mit dem Auwald von einst gemein. Eine Wiederherstellung der vorbergbaulichen Verhältnisse ist unmöglich. Deshalb ist es wichtig, die neuen Verhältnisse und Vorzüge dieser Landschaft zu erkennen und die Schönheit und Eigenart ihrer Natur zu bewahren. |
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Sanierung und Naturschutz |
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Die Sanierungsarbeiten der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV mbH) begannen 1991. Ziel ist die Wiedernutzbarmachung der vom Bergbau beanspruchten Flächen und die Herstellung der öffentlichen Sicherheit. Durch die Verkippung des lockeren Materials waren zum Teil sehr steile Böschungen entstanden, die vom Regenwasser abgespült wurden und daher nicht standsicher waren. Außerdem mussten die vorhandenen Geräte, Schienen, Versorgungsleitungen und Gebäude beseitigt werden.
Zu Herstellung der Standsicherheit mussten die Böschungen großflächig abgeflacht werden. Vor allem in Hinblick auf die Flutung des Tagebaus mit Muldewasser und einer späteren Nutzung als Badesee und für den Wassersport war ein erneuter Eingriff in die Landschaft notwendig.
Für den Naturschutz sind jedoch gerade die unregelmäßigen Böschungen mit tiefen Erosionsrinnen und einer hohen Entwicklungsdynamik von Bedeutung. Daher war es besonders wichtig, in den naturschutzfachlich besonders wertvollen Bereichen auf eine Sanierung zu verzichten, bzw. diese auf ein Mindestmaß zu beschränken. |
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Übersichtskarte |
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Hochwasser 2002 |
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Das Jahrhundert-Flutereignis an Mulde und Elbe im August 2002 hinterließ auch in der Goitzsche seine Spuren. Am 15. August erreichte die Flutwelle die Region um Bitterfeld. Der historische Höchststand von 1954 war bereits um einen Meter überschritten. Von Osten drückte das Wasser in den zukünftigen "Großen Goitzschesee", spülte die Ortsverbindungsstraße zwischen Löbnitz und Pouch einfach weg und strömte mit einer Geschwindigkeit von 500 bis 1.000 m³ pro Sekunde in das Tagebaurestloch. Der See sollte ursprünglich bis 2010 vollständig mit Muldewasser gefüllt werden, nun stand das Wasser 3m höher als der geplante Endwasserstand und drohte auch den Damm zur Stadt Bitterfeld zu durchbrechen. Glücklicherweise konnte der Damm durch den enormen Einsatz der Rettungskräfte und Helfer gehalten werden. Die Bitterfelder Altstadt war bald außer Gefahr. Das überflüssige Wasser musste schnell wieder aus dem See abgepumpt werden. Nach drei Monaten war dann der Endwasserstand hergestellt. Der südliche Bereich der Goitzsche wurde durch das Hochwasser kaum beeinflusst. Lediglich der Aufgang des Grundwassers in den hier befindlichen Seen vollzog sich seither wesentlich schneller. |